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Die Angkor Ära







Geschichte:



Die Angkor Ära umspannt ca. 600 Jahre von 802- 1432 n. Chr. Das Wort Angkor in Khmer bedeutet übersetzt Stadt.



Ostansicht Angkor Wat



In diese ereignisreichen Periode der Geschichte fällt auch der Bau von Angkor Wat, sowie die Blütezeit des Khmer Reiches, das während dieser Zeit eine enorme Ausbreitung nach Westen, Norden und Osten erlebte und seine Position in Süd-Ost-Asien erheblich gestärkt hatte.

Es war eine Ära, welche von Zerstörung und Wiederaufbau, konkurrierenden Aufschwung und Kriegen in Vietnam, Thailand und Myanmar geprägt war.

Das Zentrum des Khmer-Reiches war nicht nur Angkor, sondern wurde innerhalb dieser Zeit mehrmals verlagert, so auch nach Phnom Kulen (40 km nordöstlich von Siem Reap), oder Roluos (damals unter dem Namen Hariharalaya, 13 km östlich von Siem Reap).



Übersicht über die Angkor Stätten


Der Annahme das Jayavarman II sich selbst als devaraja (Gott-König = irdischer Repräsentant des Hindu Gottes Shiva) bezeichnet hatte, wird heute vielfach wiedersprochen.

Vielmehr hatte Indravarman I. für die ersten drei Könige, Jayavarman II, Rudravarman und Prithivīndravarman und Ihre Gemahlinnen den Memorialtempel“ Preah Ko mit sechs Türmen erbaut und Ihnen posthum Namen gegeben, die darauf hinwiesen, dass sie mit Shiva bzw, dessen Gemahlin Parvatī vereint waren.
So erhielt Jayavarman II. den Namen Parameśvara, „höchster Herr“, der auch ein Name Śivas ist.


Er erbaute für Shiva den Tempelberg bei Phnom Kulen. Der heilige Berg Mt. Meru sollte darüber hinaus das Zentrum des Universums symbolisieren.

Das war das Zeichen für die architektonischen Leistungen und die Produktivität der Khmer zu dieser Zeit.

Indravarman I war kein sohn von Jayavarmann dem I. oder II. und mußte aus diesem Grund  seinen Anspruch ständig verteidigen.

Er baute das 6,5 km² große Baray (Wasserreservoir) bei Roluos und Preah Ko.

Allerdings hatte der Bau des Barray auch mit religiösen Gründen zu tun, denn der heilige Mt. Meru sollte von Seen umgeben sein und wie so oft in der Geschichte arbeiten Form und Funktion Hand in Hand.

Dadurch waren Sie in der Lage das Land regulierend zu bewässern und ermöglichten dadurch eine dreimalige Reisernte im Jahr, was Ihnen eine wirtschaftliche Vormachtstellung und Reichtum in Süd-Ost-Asien verschaffte und Ihre Macht stärkte. Dadurch waren Sie in der Lage große Tempelanlagen zu bauen und die Bevölkerung stieg sprunghaft aufgrund des großen Nahrungsangebotes an.

Seine letzte Tat war Bakong, eine pyramidenförmige Präsentation von Mt. Meru.

Indravarman's I Sohn Yasovarman I wollte einen eigenen Tempel Berg erschaffen.

Er baute zunächst Lolei auf einer künstlichen Insel im Baray seines Vaters, bevor er mit den Arbeiten am Bakheng begann. Heute ist dieser Berg unter dem Namen Phnom Bakheng bekannt und ein favorisierter Spot für Sonnenuntergänge.

Er ließ eine erhöhte Verbindungsstraße bauen, um Phnom Bakheng mit Roluos zu verbinden.

16 km südöstlich von Phnom Bakheng wurde ein großes Baray errichtet. Heute ist es als das Easter Baray bekannt und verschlammt.
Er hat auch die Tempel Berge von Phnom Krom und Phnom Bok gebaut.

Nach dem Tod von Yasovarman I wurde die Machtzentrale kurzzeitig nach Koh Ker verlegt, 80 km nordöstlich unter einem weiteren unrechtmäßigen König, nämlich Jayavarman IV.

944 verlegte man die Macht wieder nach Angkor und Rajendravarman II, der auch den Eastern Mebon und Pre Rup gebaut hat, übernahm die Führung.

Unter der Herrschaft seines Sohnes Jayavarman V wurde die Tempel Ta Keo und Banteay Srei gebaut.

Interessanterweise wurde letzterer von Yajnavaraha, ein Enkel von König Harshavarman I erbaut. Er war der Berater von Jayavarman V, der bereits im Alter von 10 Jahren den Thron bestieg.

Diese Zeit war gekennzeichnet von Überfluss und Reichtum, gemächlichem Tempelbau und Produktivität. Man hatte allerdings auch mit einer Menge an Herausforderungen zu kämpfen, denn Angkor hatte damals eine Million Einwohner, während London gerade einmal 50000 hatte.

Die großartige Stadt Angkor Thom verdankt seine Existenz der alten Stadt von Angkor, die an der selben Stelle stand und während der Cham-Invasion von 1177 zerstört wurde.

Die Tempelanlagen waren wie überall von zahlreichen Siedlungen umgeben, doch da das Baumaterial Stein religiösen Bauwerken vorbehalten war, sind leider von den weltlichen Bauten, auch den Residenzen der Herrscher, keine mehr erhalten.

Suryavarman I mußte nicht nur vor seinem Dasein als König um den Thron kämpfen, sondern auch während seiner Amtszeit, was er mittels strategischen und militärischen Allianzen tat.

Obwohl er Anhänger der Buddhismus war, erlaubte er ebenso den Hinduismus in Angkor.

Kleine physikalische Beweise seiner Regentschaft zeigte Suryavarman I nur in Angkor, während seine militärische Schlagkraft bewies er im Süden Thailands und Süd Laos und bekam sie unter seine Kontrolle.

Sein Sohn Udayadityavarman II eroberte weitere Territorien durch militärische Schläge und baute Baphuon und den Western Mebon.

Von 1066 bis zum Ende des Jahrhunderts, war Angkor durch rivalisierende Kräfte um den Thron gespalten.

Der erste wichtige Monarch dieser der neuen Zeit war Suryavarman II, der Kambodscha wieder einte und den Khmereinfluß auf Malaysia und Burma ausweiten konnte.

Er setzte sich auch selbst von den religiösen Ausrichtungen der früheren Könige ab, indem er statt den von der Führungsschicht praktizierten Shivainismus, den Vishnuismus vorzog. Dies geht aus einigen der Inschriften seiner Bauwerke hervor.

Vishnu war auch der größte und zauberhafteste aller angkorikanischen Tempel gewidmet – Angkor Wat.



Südseite Angkor Wat



Unter Suryavarman II zeigte man mit Angkor Wat einen sehr hohen Stand der Khmer Zivilisation.

Doch es zeichnete sich bereits ab, dass das komplette Bewässerungssystem der Reservoire und Kanäle für die Landwirtschaft von Angkor bis dato schon über seine Grenzen beansprucht war und der Zeitpunkt absehbar war, wann es wegen Verschlammung aufgrund der der Überbevölkerung und Regenwaldabforstung seinen Dienst versagen würde.

Die System von Angkor Wat war auf die natürlichen Ressourcen aufgebaut.

Und dann unternahm Suryavarman II einen deserströsen Feldzug gegen die Dai Viet (Vietnamesen).

Die Dai Viet waren im heutigen Norden von Vietnam zu hause, während die anderen Teile Vietnams zum Königreich der Chams gehörten.

Die Chams waren eine ethnische Minderheit in Süd-Ost-Asien. Das Kingdom of Champa (7. -15. Jahrhundert) war ein schmaler Landstrich an der Ostgrenze des Khmer Reiches bis Zentralvietnam.

Ihren Reichtum verdankten sie der maritimen Anbindung im Süden und dem Handel mit Sandalholz, Sklaven und ergänzten ihr Einkommen wahrscheinlich mit der Piraterie.

Im 12. Jahrhundert führten die Chams einige Feldzüge gegen den westlichen Nachbarn und 1177 startete man vom Tonle Sap, dem See bei Siem Reap, einen Angriff mit Verbündeten auf die Hauptstadt des Khmer Reiches und brannte dort die hölzernen Städte von Angkor nieder und plünderten den Reichtum.

Vier Jahre später schlug Jayavarman VII zurück und bezwang die Chams und vertrieb sie aus Cambodia und beanspruchte Angkor wieder.

Jayavarman's VII Regentschaft gab den Gelehrten viel zu debattieren. Es stand für eine radikale Abkehr von der Politik seiner Vorgänger. Für Jahrhunderte galt die Ausrichtung auf den Hindu Gott Shiva und zeitweise Vishnu.

Dennoch proklamierte Jayavarman VII den Mahayana Buddhismus und strebte den Avallokiteshvara an, dem Bodhisattfa. Die Bodhisattfa werden im Mahayana Buddhismus als nach höchster Erkenntnis strebende Wessen angesehen, die auf dem Wege der Tugendvollkommenheit diese in sich selbst realisieren.

Es ist jedoch ebenso möglich, dass die Zerstörung von Angkor nur als Vorwand galt um die königliche Meinung zu stärken, dass es notwendig war, die Religion zu wechseln.

Er ließ mehrere Tempel so errichten, dass sie sich alle auf Baphuon konzentrierten, welches die Gegend war, welche von den Chams zerstört wurde.

Um Angkor Thom, so hieß die neue Stadt wurde unter Jayavarman VII ein Schutzwall errichtet und mit einem Graben versehen, welcher auch eine weitere Rolle im komplexen Wassersystem von Angkor spielen sollte.

Das Herzstück of Angkor Thom war der Bayon, der Tempel Berg mit Gesichtern.

Desweiteren errichtete er viele Klöster und Universitäten, so auch Ta Prohm. Weiter entfernt baute er die verwüsteten Tempelkomplexe von Banteay Chhmar und Preah Khan wieder auf und machte sich damit zum mit Abstand erfolgreichsten Erbauer der vielen Angkor Könige.

Jayavarman VII engagierte sich ebenso in Bauten und Einrichtungen für die Allgemeinheit. Es entstanden Straßen, Schulen und Krankenhäuser und das verteilt im ganzen Land.

Viele dieser Straßen und beeindruckenden Brücken sind heute noch in ganz Kambodscha zu sehen.

Spean Praptos at Kompong Kdei 69 km südöstlichof Siem Reap auf der Nationalstraße NH6 ist die berühmteste Brücke, doch es gibt es noch viel mehr, wenn sie auch mittlerweile vom Dschungel zurückerobert wurden, wie z. B. auf der alten angkorianischen Straße von Beng Mealea zum großartigen Preah Khan.

Nach seinem Tod um etwa 1219 zerfiel das Khmer Empirie und konvertierte wieder zum Hinduismus für etwa ein Jahrhundert oder mehr und man kann heute noch viele Auswüchse des „Iconoclasm“ sehen. Darunter versteht man die Verunstaltung und Zerstörung der Buddha Skulpturen in den Hindu Tempeln.


Die gewaltigen Bauten weisen mittlerweile zahlreiche Schäden auf. Witterungseinflüsse, die tropische Vegetation und menschliche Zerstörungskraft, wie etwa die Plünderungen durch die Siamesen im 15. Jahrhundert, haben den Tempeln zugesetzt.

Die Thais fielen 1351 in Angkor ein und ´übernahmen 1431 endgültig Angkor. Der Aufschwung der Thais zwischen dem 14. und 18 Jahrhundert hing sicherlich auch damit zusammen, dass sie sich viele Inspiration in Angkor geholt hatten.......war auch eine Art der Wiederaufersteheung von Angkor darstellte.





Die unterschiedlichen Baustile:


Von der Zeit den frühesten Angkor Monumenten in Roluos entwickelte sich die Architektur immer weiter. Oftmals durch die führende Rolle von einem König zum Nächsten.

Die Archäologen unterscheiden 9 verschiedene Baustile.

Die Architektur der Khmer basiert auf einem zentralen Thema, dem Tempelberg. Idealerweise wurden Tempel auf einem realen Berg errichtet, doch zur Not auch auf einem künstlichen Berg, wenn es nicht anderst ging.

Grundsätzlich waren die Bauwerke immer ähnlich strukturiert und man sah immer einen Turm auf einer Basis.

Das Heiligtum war immer der Mitte angeordnet, meistens mit einer offenen Tür nach Osten und drei angedeuteten Türen zu den Kardinalpunkten des Kompaß.

In der Zeit der Bakheng Periode wurde dieses Konzept weiterentwickelt und der zentrale Turm wurde auf 5 Türme erweitert. Vier nach dem Kompaß und einen weiteren Turm im Zentrum. Genau diesen Stil verkörpert Angkor Wat auf grandiose Weise.



Die 5 Lotusblüten nachempfundenen Türme von Angkor Wat bei Sonnenaufgang



Weitere Merkmale sind der Eingangsturm und ein Damm eingerahmt mit einer Naga-Ballustrade, die zum Tempel führt.



Turm der 235 Meter breiten Eingangshalle




Linker Eingangsbereich - im Vordergrund eine Naga-Balustrade




Turm des Eingangsbereiches und Dammweg





Blick zurück vom 475 Meter langen Dammweg auf den Eingangsbereich



Nachdem die Tempelbauten größer wurden, verlor der zentrale Turm an Bedeutung und wurde weniger ins Blickfeld gestellt. Dafür wurde der zentrale Turm von reichlich dekorierten Galerien umgeben. Kleinere Türme wurde an den Toren platziert und an den Ecken der Mauern. Sie alle hatten eine religiöse oder astrologische Bedeutung.



Umlaufende Galerie




Eckturm auf des zweiten Levels von Angkor Wat




Hohe Mauern mit innenliegenden Galerien



Die Architektur der Bayon Periode bricht mit der Tradition der Tempel wie Ta Prohm und Preah Khan. In diesen Tempeln hat das horizontale Layout der Galerien und Korridore, sowie Vorhöfe anscheinend die zentralen Türme in den Schatten gedrängt.

Das Kuriose der Korridore und Torbögen in diesen Strukturen ist, dass die angkorikanischen Architekten niemals fliegende Decken bauen wollten. Sie legten einen Stein auf den anderen bis diese sich an einem zentralen Punkt getroffen haben, man nennt diese Bauweise auch falsche Bögen und sie können nur kurze Distanzen überspannen.



Falscher Bogen




Bogenbau durch leicht versetzt aufgetürmte Steine






Die einflußreichsten 10 Könige von Angkor:



Jayavarman II (802-859) Gründer des Khmer Reiches in AD 802

Indravarmann I (877-889) Erbauer des ersten Wasserreservoirs (Baray) und Preah Ko und Bakong

Yasovarman I (889-910) Angkor wurde die Hauptstadt und Lolei und Phnom Bakheng gebaut

Jayavarman IV (928-942) Usurper KKking Die Hauptstadt wurdenachh Koh Ker verlegt

Rajendravarman II (944-968) Erbauer des östlichen Mebons (Eastern Mebon), Pre Rup und Phiumeanakas

Jayavarman V (968-1001) Überwachte die Bauarbeiten von Ta Keo und Banteay Srei

Suryavarman I (1002-1049) Er vergrößerte das Reich durch große Teile von Laos und Thailand

Udayadityavarmann II (1049-1065) Erbauer des pyramidenförmigen Baphuon und des des westlichen Mebons (Western Mebon)

Suryavarman II (1112-1152) Legendärer Erbauer von Angkor Wat und Beng Mealea

Jayavarman VII (1181-1219) Der König der Gott Könige hat Angkor Thom erbaut, sowie Preah Khan und Ta Prohm









Zentren der Angkor Macht:



Angkor Thom


Angkor wurde unter Yasovarman I (889-910) Hauptstadt


Angkor Wat

nach Koh Ker verlegt unter Jayavarman IV (928-942)

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