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Good Morning Bangkok

Wie bereits im letzten Post erwähnt, hatte Stefan Kontakt zu zwei jungen Frauen geknüpft.

Die Beiden wollten am Abend weiter nach Kao Tak weiterfliegen, jedoch nicht den ganzen Tag am Flughafen verbringen.

So machten wir uns auf die Suche nach einem Sammeltaxi, das uns in die Khao San Road bringt, denn dort hatte Stefan ein Zimmer reserviert.

Ein passendes Taxi zu bekommen war gar nicht so einfach, denn wir hatten unheimlich viel Gepäck. Aus diesem Grund wollten die Thais uns lieber ein größeres, teureres Taxi, genauer gesagt einen Van, vermitteln.

Ein Taxi organisiert man sich am Flughafen wie folgt: Man stellt sich an einem provisorisch aufgestellten  Holzpult bei einer jungen Dame an und teilt Ihr das Reiseziel und die Anzahl der Personen mit.

Sie schreibt diese Angaben mit dem ausgehandelten Preis auf einen Zettel und gibt diesen einem Mann, der die Taxis dann zuordnet und herbeiruft.

Irgendwie wurden wir jedoch ohne Zettel stehen gelassen und dann organisierte ich kurzerhand ein normales Taxi. Es sollte insgesamt 450 THB kosten, was angesichts der langen Fahrtzeit ein sehr guter Preis war.

Auf der Fahrt konnte man bereits einen ersten Eindruck von Bangkok bekommen und meiner war alles andere als positiv, da wir Gegenden sahen, die schon sehr heruntergekommen waren. Natürlich war mir klar, dass ich damit in Asien konfrontiert werde, doch direkt vom Flughafen in die Stadt habe ich mir das doch etwas anderst vorgestellt.

Nun gut, Augen zu und durch, wird sicher alles besser, dachte ich in diesem Moment. Nach ca. 30 Minuten  und einer für mich nicht immer nachvollziehbaren Straßenverkehrsordnung, waren wir endlich am Ziel und fanden uns in einem Gewusel von Menschen wieder, auch Khaosan Road genannt.

Diese Straße ist ein Erlebnis. Ein solches Durcheinander von Ständen, Straßenverkäufern, Tuk-Tuks und deren laut rufenden Fahrern, Taxis, Bettlern und Touris habe ich bis dato noch nicht gesehen.

Dieses Gemisch aus Hektik, einem ständig sehr hohen Geräuchteppich aus Hupen, Rufen und den verschiedensten Sprachen, gemixt mit der extrem hohen Luftfeuchtigkeit und der warmen Temperatur war für den Einstieg in diese Welt eine echte Herausforderung.

Doch diese Straße muß man einmal erleben und das Pulsieren des Lebens an diesem Ort fühlen.

Nicht umsonst wird diese Straße auch das Tor zu Asien genannt. Und da man ein Tor lediglich passiert, würde ich das hier sehr schnell tun.

Diesen häufig gebrauchten Spruch sollte man jedoch nicht überbewerten. Sicher kann man hier einen Eindruck von Asien gewinnen, doch zum Glück ist das nur ein winziger Teil davon.

Ich für meinen Teil war zu diesem Zeitpunkt weder von den Straßenverkäufern, noch von den Abzockern  angetan, allerdings hatte ich auch mit dem Jetlag zu kämpfen und der lange und anstrengende Tag in Dubai steckte mir auch noch in den Knochen.

Mit zeitlichem Abstand betrachtet empfand ich diesen Einstieg immer noch als gewaltigen Kulturschock. Allerdings nur deshalb weil ich mich Treiben ließ und nicht darauf vorbereitet hatte.

Ich bedaure diesen Einstieg keinesfalls, denn letzten Endes verhalf er mir dazu, sehr schnell nach Kambodscha weiter zu reisen, wo ich sehr positive Erfahrungen gemacht habe.

Dennoch würde ich einen anderen Aufenthaltsort in Bangkok zum Akklimatisieren empfehlen.

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