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Indien und der Frosch in der Dusche

Hier im Bungalow Village war es wunderschön ruhig und ich genoß die tropische Vegetation um mich herum.




Abends konnte man wunderschön in der Hammock liegen und den Sonnenuntergang ansehen.







Ich relaxte und machte Bekanntschaft mit einigen Deutschen auf der Anlage. Unter anderem hatte ich am Vorabend ein sehr interessante Unterhaltung mit Karsten über die Finanzpolitik in der Welt.
Aber keine Angst, es gab auch interessante andere Themen, wie z. B. seinen Roman, welchen er seit zwei Jahren schreibt, oder das Reisen nach Indien machte er mir auch irgendwie schmackhaft.

Auf jeden Fall war das Interesse für Goa in Indien geweckt und ich googelte darüber ein wenig.

Das war auch gut so, denn sein nächstes Reiseziel sollte Indien sein. Das Flug-Ticket hatte er sich bereits gekauft. Heute war der 8.3. und er wollte am 11.3. mit dem Bus nach Bangkok fahren und am 12.3. von dort nach Mumbai fliegen.



Sein Glück, dass ich mir auch die Einreisebedingungen angesehen habe und Karsten gefragt habe, ob er denn das Visa für Indien schon hat. Das hatte er noch nicht und nun gab es nur noch die Möglichkeit ein Expressvisum über die örtliche Travel Agency von Nil Soknay in Downtown zu beantragen.
Hierbei wird der Pass per Kurier nach Phnom Penh zur Embassy gefahren und den Tag darauf inclusive Visa wieder zurückgebracht.
Das dauerte zwei Tage und kostet 150$. Davon beträgt der Visaanteil 85$, für Express 55$ und 10$ sind die Servicegebühr von Frau Soknay, die im Übrigen richtig gut deutsch spricht. Wie Sie uns erzählte, hat Sie Ihr Wissen mittels eines Privatlehrers erworben.



Es gibt auch keine Frage, auf die Sie keine Antwort weis. Sie ist in Ihrem Job einfach sehr gut, total engagiert und voll auf das Business fixiert. Sie bietet ebenso Oversea-Calls und ein Internet-Cafe, abgesehen von allen Arten von Tickets. Sei es für Inseltrips, oder Bus- und Flugverbindungen.

Sie organisiert einfach alles und ist nicht immer darauf aus, das Ticket mit der höchsten Provision zu verkaufen. So bekommt man von Ihr meistens verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt.


Eine andere Travel Agency ist Ana Travel in Richtung Serendipiti-Beach. Allerdings versprühte die Mitarbeiterin bei meinem Besuch alles andere als Enthusiasmus und Engagement, so dass ich dort auch nichts gebucht habe und jederzeit den kurzen Weg zu Nil Soknay auf mich nehme.


Um zurück auf das Indien-Visa zu kommen. Natürlich hat alles zeitlich noch bestens geklappt und Karsten konnte mit Visa nach Indien aufbrechen.


Ein weiterer Deutscher, welchen ich im Bungalow Village kennengelernt habe, ist Kim aus Esslingen. Also nahe meiner Heimat in Deutschland. Er ist bereits viele Jahre immer wieder für längere Zeit in Thailand gewesen, doch dieses Mal hat er sich Cambodia vorgenommen. Mit Ihm war ich häufiger unterwegs und so auch heute.
Am Nachmittag sind wir an den Beach gegangen und wir haben uns dort den Sonnenuntergang angesehen, der leider nicht so prickelnd war. Zuletzt war die Sonne von Wolken verdeckt.



Dafür gab es noch super leckere Riesengarnelen am Strand.




Die werden von den Frauen auf einem Tablett angeboten. Sie werden geschält und dann mit Pfeffer und Salz bestreut und zuletzt kommt noch etwas Lemon auf das leckere Fleisch. Einfach köstlich kann ich nur sagen. Doch nach 10 Stück ist man davon auch satt.

So verspürte ich abends in der Bungalowanlage keinen weiteren Apettit und konnte mich ganz auf mein Notebook konzentrieren, dass die Wifi Verbindung noch nicht akzeptieren wollte. Aber auch das habe ich hinbekommen, so dass ich wireless surfen konnte.



Als ich dann Schlafen gehen wollte, musste ich leider feststellen, dass ich nicht alleine im Bungalow war.

Hatte ich schon wieder einen Untermieter???????

Ich konnte es kaum glauben, aber Murphy's Law kam mir ins Gedächtnis.

Da die Bauweise der Bungalows sehr einfach und alles andere als neu ist, so dass es genügend Schlupflöcher, oder besser gesagt Wege in den Wohn- und Badebereich gibt.




Der Badebereich besteht aus einer betonierten Bodenplatte auf Pfeilern, der den übrigen  Holzdielenboden an dieser Stelle ersetzt. Um diese Bodenplatte sind mehr oder weniger morsche und verfaulte Holzbalken als Abgrenzung befestigt. Im Boden ist ein asiatisches Keramikklo eingelassen, also plumps und weg. ;) Das ist normalerweise nicht mein Fall, doch hier empfand ich das nur als kleinen Minuspunkt und konnte es gut akzeptieren.

Dumm war nur, dass das Bad bereits lautstark besetzt war, als ich in den Bungalow kam und erstmal richtig erschrak.

Da hatte es sich einer jener Gesellen bequem gemacht, welche ich gleich nach den Ratten am zweitwenigsten in meiner Unterkunft akzeptieren kann. Ein Frosch, aber nicht so klein, wie der in meinem ersten Bungalow am Serendipity Beach, sondern mindestens doppelt so groß und damit keinesfalls angenehmer.

Der schaute mich aus dem zum Nachspülen bereitgestellten dunkelblauen Eimer mit seinen großen Froschaugen an.

Auch dieses Mal versuchte ich zunächst mit der Brause mein Glück ihn in Richtung Toilette, oder an den Rand der Betonplatte zu spülen. Als er jedoch bemerkte wohin die Reise gehen sollte, fand er das nicht akzeptabel und versuchte ständig in meine Richtung zu springen. So hatte ich auch dieses Mal keine Chance mit dem Wasserstrahl.

Ich versuchte es weiterhin im Guten Ihn aus dem Bungalow zu treiben, doch er fand letztlich den Weg auf das Bett und damit war für mich dann klar, dass ich die von meiner humanen Strategie abweichen muss und zu härteren Mitteln greifen werde, denn ich war nicht gewillt, mein Bett mit irgendjemandem zu teilen und schon gar nicht mit einem Frosch. Auch nicht, wenn er sich in eine Prinzessin verwandeln würde.

Nachdem also die erste Methode nicht gefruchtet hat und mir hier kein Aschenbecher zur Verfügung stand, nahm ich nun eines der Hölzer, welche zum Aufklappen der Fenster benutzt wurden.




Damit versuchte ich den Frosch aus dem Bungalow zu schubsen, was mir auch gelang, doch so langsam ich Ihn hinaus beförderte, so schnell sprang er wieder herein.

Da platzte mir dann doch der Kragen und es wurde Zeit für eine Runde Froschgolf. Das klingt vielleicht hart, doch offensichtlich prallten hier zwei Gemüter aufeinander, die jeweils das Territorium des Anderen für sich beanspruchten und nachdem ich dafür bezahlte, stand für mich fest, wer hier entscheidet.

Seltsamerweise hatte der Frosch immer noch großes Verlangen zurückzukommen, so dass Ihn nochmal vom Eingang wegbefördern musste. Anscheinend hatte er es daraufhin kapiert und ließ sich während der Dauer meines Aufenthaltes auch nicht mehr sehen.

So war ich in dieser und den darauffolgenden Nächten heilfroh um das richtig große Mosquitonetz und konnte beruhigt schlafen.

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