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Stolz und Guest House-Suche passen nicht zusammen

Die Gegend um das Guest House "Bou Savy" empfand ich als suboptimal. Es war direkt an der National Road NH6, wenn auch etwas zurückversetzt in dritter Reihe. Und auch die Zufahrt ähnelte mehr einer Schlaglochpiste, als einer Straße. Davon abgesehen war es recht weit bis ins Zentrum.

Dort angekommen, wußte zunächst niemand von einer Reservierung und so wurde der Chef bemüht. Dieser wußte sofort Bescheid und zeigte mir seine negative Antwort auf Bine's Reservierungsanfrage.

Immerhin war er sehr zuvorkommend und ließ mich an seinem Bürorechner um meine E-Mails checken, was zwar aufgrund der geringen Internetgeschwindigkeit ca. 5 Minuten für eine E-Mail gedauert hat, doch ich hatte immerhin Antwort von Bine erhalten.

Sie war aufgrund der Absage dieses Guest Houses in einem anderem

untergekommen, dessen Namen ich mir notierte und bedankte mich beim Eigentümer der Unterkunft und bekam sogar noch seinen Tuk-Tuk-Fahrer, der mich zu dem anderen Guest House bringen sollte.

Leider war das aufgrund der fehlenden Adresse nicht ganz so einfach. Als Ortsangabe hatte ich lediglich den Night-Market. Das war nicht viel, weil es dort unheimlich viele Straßen um das Gelände herum gibt und Straßenschilder sucht man vergebens. Leider sind das schon eher kleine Gassen und das Guest House kannte auch niemand, oder es musste recht neu sein.

Wer Asiaten kennt, der weiss, dass Sie lieber stundenlang durch die Gegend fahren, als einen Kollegen zu fragen und sich eine Blöße zu geben. Da mir dieses Verhalten schon vorher klar war, habe ich ich den Fahrer am Night-Market anhalten lassen, bin ausgestiegen und habe versucht mich bei anderen Fahrern durchzufragen, doch leider scheiterte es an deren Englischkenntnissen.

Deshalb kam mein Fahrer mir zur Hilfe und gemeinsam haben wir das Guest House nur wenige Meter weiter gefunden.

Es handelte sich um eine Art Villa. Die sah jedoch in der Dunkelheit eher nach einem Rohbau aus, obwohl sie innen eingerichtet war.

Im Vorgarten begrüßte mich Bine bereits, bevor ich einen Fuß über die Schwelle des Hauses setzen konnte. Ich war froh, endlich irgendwo angekommen zu sein.

Nach der herzlichen Begrüßung schaute ich mir zwei Zimmer an. Ich entschied mich für denjenigen, der zwar etwas seltsam roch, doch bei dem Raum funktionierte das Schloß nicht und war anscheinend auch nicht reparabel.
Bei dem gewählten Zimmer funktionierte das Schloß zwar auch nicht, doch es ließ sich zumindest reparieren.

Während man auf das eindringliche Drängen des Besitzers des Guest Houses, einem angetrunkenen oder zumindest high-wirkenden Ex-GI, versuchte das Schloß zu reparieren, zog ich mir etwas anderes an.

Anschließend zog ich erleichtert ohne Rucksack mit Bine los, um unsere Mägen zu besänftigen und unsere vielen Erlebnisse auf dem Weg nach Siem Reap auszutauschen.

Wir fanden ein gemütliches Restaurant in der Nähe der Pub-Street, der angesagten Straße, wo es die meisten Bars und Restaurants gab. Das Restaurant hieß Khmer House und hatte wie fast alle Etablissements Free-WIFI zu bieten.

Nach einem leckeren Curry mit Shrimps kaufte ich mir zwei T-Shirts am Stand gegenüber und wir schauten uns noch gemeinsam den Night-Market an, Dort findet sich so ziemlich alles was sich an den Touristen bringen lässt. Auch Massagen werden dort angeboten und es gibt zwei richtig schöne Bars.

Die eine, ich nannte sie Bambus Bar, sollte unsere Abende zukünftig verschönern und war zum Relaxen bestens geeignet sein.

Ich gönnte mir zugleich noch einen fantastischen Strawberry-Eis-Shake und ein Crepes mit Bananen sowie Schokosauce......einfach lecker.

Übrigens dürfte das meistgetrunkenene Getränk in Siem Reap das Angkor Draft Beer sein und das nicht nur aufgrund des Preises von 50 Cent für das Glas.
Die Happy Hour galt in vielen Kneipen ganztägig. Dieses Bier wird dort in Massen ausgeschenkt und erfrischte bei diesen Temperaturen richtig gut.

Nachdem wir uns gestärkt und etwas relaxt hatten, machten wir uns wieder auf den Weg in unser Guest House, wo wir uns dann verabschiedeten und ich unter der Dusche mein Glück versuchte.

Leider war der Wasserstrahl lediglich ein Rinnsal. Und so dauerte das Duschen ewig und ich war froh, endlich im Bett zu sein und mich von einem langen Tag und einer ermüdenden Reise nach Kambodscha in den Schlaf sinken zu können.

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