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Bamboo Island

Da es mir nach wenigen Tagen am Beach schon etwas langweilig wurde, buchte ich einen Ausflug mit einem sogenannten Longtailboot. Das sind lange, sehr einfache Holzboote für bis zu 12 Personen und werden von einem Onboard-Motor angetrieben, dessen Antriebswelle wie ein langer Schwanz (ca. 4-5 Meter) am Heck des Bootes angebracht ist und für erstaunliche Geschwindigkeit sorgt.

Teilweise sehen die Motoren wie Rasenmähermotoren aus und hören sich auch so an, deshalb empfehle ich eher die vorderen bis mittleren Plätze in einem solchen Boot zu wählen.

Die Tour sollte gegen 8 Uhr beginnen. Der Treffpunkt war ein Restaurant, welches auch einen Laundry-Service, sowie eine kleine Travel Agency vereinte. Ein kleines Familienunternehmen, wo jeder, wie sich später herausstellte, seine Aufgabe hatte.

Der Treffpunkt war nicht weit von meinem Hotel entfernt. Zunächst gab es dort ein gemeinsames Frühstück mit frischen Baguettes und Marmelade. Dazu konnte man ein Getränk wählen. Als dann endlich alle eingetroffen waren und das Frühstück beendet war, hatte auch das Familienoberhaupt, die Mutter, von allen das Geld kassiert, sofern man nicht bereits im voraus bezahlt hatte, so wie ich.

Interessanterweise variierten die Preise doch recht erheblich, wie ich bei diversen Unterhaltungen mit den anderen Teilnehmern, zum Beispiel zwei Studenten aus München, festgestellt habe. Scheint, als hätte ich am Vortag ein Schnäppchen gemacht, als ich meine Wäsche geholt habe und das Ticket am Nachmittag gekauft habe. Oder es waren einfach noch zuviele Plätze für die heutige Tour verfügbar.

Kurz wurde uns der heutige Tourguide, ein ich würde sagen, nicht volljähriger junger Mann, vorgestellt. Es schien, als spräche er am besten Englisch von der Familie und wurde deshalb für diese Aufgabe ausgewählt.
Wie bereits erwähnt, hatte jedes Familienmitglied seine Aufgabe. Eine der Töchter kümnerte sich um das Baby, eine andere um das Frühstück. Ein junger Mann um die Getränke. Wieder ein anderer richtete das Lunchpaket für die Tour.

Los ging es, zunächst den Weg den Berg hinunter zum Beach, wo das Boot in der noch aalglatten See ganz ruhig lag.







Es schien, als wären wir heute morgen die ersten, die hinausfuhren.


Wir waren jedoch weder die Ersten, noch die Einzigsten



Um ins Boot zu kommen mussten wir ein paar Schritte im Wasser machen und ins Boot klettern.
Das Boot war nicht komplett besetzt, so dass es genügend Platz für jeden gab.

Alles verstaut, der Bootsführer, der Tourguide und die Gäste waren an Bord und es ging los in Richtung des so nah erscheinenden Islands.

Es war fantastisch zu sehen, wie ruhig die See war und wie wir über das Wasser gleiteten.




Wäre da nicht der extrem laute Motor gewesen und nicht ein zweites Boot gleichzeitig mit uns hinausgefahren, so hätten sich die beiden Bootsführer nicht gegenseitig ein Rennen auf dieser Spiegelfläche geliefert. Dann wäre es fast schon idyllisch gewesen.




So aber rief das Szenario bei mir eher Szenen aus einer Folge von "Tool Time" hervor, bei der sich Tim, der Heimwerkerkönig, bei einem Rasenmäherrennen gegen seinen Wiedersacher die Zähne ausgebissen hat.




Doch der Spaß erfuhr ein schnelles Ende, als nach kurzer Zeit der Gaszug bei unserem Motor nicht mehr funktionierte und erst einmal repariert werden musste.




Anschließend erreichten wir den ersten planmäßigen Stop in der Bucht vor einer der vorgelagerten Inseln zum Schnorcheln.




Die notwendige Ausrüstung hatten die Jungs auch dabei und es konnte beginnen. Leider waren die vorhanden Brillen nicht wirklich dicht und so brennte das Salzwasser in meinen Augen mit den Contacts doch erheblich.

Erstaunt war ich über die vielen farbigen Fische, welche ich nach meinem Eindruck vom Strand, hier nicht erwartet hatte. Kurzum, es machte Spass zu Schnorcheln und ich genoß dieses nun zum zweiten Mal. Das erste Mal habe ich im Mittelmeer vor Malta  geschnorchelt.

Dummerweise hatte ich mir dann leider die Fusohle an einem der Korallenriffe aufgeritzt. Es blutete und als dann noch einer der beiden Studenten mit Taucherfahrung meinte, ich solle aufpassen, da es Würmer im Wasser gibt, die ihre Eier in solche Wunden legen, war mir der Schnorchelspaß deutlich verdorben.

Dadurch vermied ich jeden weiteren unnötigen Meerwasserkontakt an diesem und den folgenden Tagen.

Es ging es zu einem weiteren Schnorchelplatz, der ohnehin nicht so interessant wie der erste Platz war, so konnte ich das verschmerzen.
Rechtzeitig zum Lunch kamen wir dann auf Bamboo Island an.







Ein kleines Dschungel Island mit einem schönen Strand. Das Wasser auf dieser Inselseite war richtig warm, fast schon heiß, denn es war ein sehr flach abfallender Strandbereich.
















Desweiteren gab es noch ein Volleyballfeld und ein paar Holzliegen auf Stelzen. Wollte man eine von diesen, so hätte man extra bezahlen sollen.







Der Lunch war klasse. Es gab gut gewürzten Fisch in Alufolie gegrillt und dazu Salat, sowie eine Kartoffel, oder Baguette und ein Getränk. Leider konnte mir keiner genau sagen, was für eine Art von Fisch das war.

Nach dem Lunch war Zeit einen Mittagsschlaf zu halten, oder die Insel zu erkunden. War klar, das ich mich für letzteres entschieden hatte, denn ich wollte ja die Bungalows sehen, welche mich so interessiert hatten.




Dazu musste man einmal quer durch den Dschungel auf die andere Inselseite.







Das hört sich erstmal abenteuerlich an und sieht auf den ersten Blick auch so aus, aber nach den ersten hundert Metern im Dschungel wurde schnell klar, dass man dort einen Weg für die Touris angelegt hatte.

So war man in 10 Minuten auf der völlig anderst aussehenden Inselseite zum Meer hin, auch Südseite genannt.



















Dort fand man einen glühend heißen weissen Sandstrand vor und auch bessere Möglichkeiten zum Baden, den der Strand war schnell abfallend ins Meer und so machte mir das Schwimmen dort auch Spaß und ich verdrängte erstmal mein Fußproblem.

Die Bungalows schauten auch ganz nett aus, wobei die meisten der anwesenden Inselbewohner sich für die günstige Variante in einem Dorm entschieden hatten. Ein Dorm ist ein Mehrbettzimmer.

Nach dem Badevergnügen ging es wieder durch den Dschungel zurück zum Boot und weiter zum nächsten Schnorchelplatz. Allerdings war auch dieser nicht so berauschend, weder über, noch unter Wasser.







Die beiden Bootsführer legten ein weiteres Rennen auf der nicht mehr so ruhigen See hin und so kamen wir nach etwa einer Stunde wieder im Beachbereich an und man konnte die verschiedenen Strandabschnitte vom Meer aus bestens begutachten.
















Als wir wieder an Land waren, machte ich mich, wieder einmal, auf den Weg zu meiner Lieblingsbar "Above the sky", welche einem Briten gehört, der sechs Monate des Jahres mit seiner britischen Frau in Cambodia lebt und den Rest des Jahres in UK.

 Neben den super Cocktails und nettem Personal hatte ich hier einen kostenlosen schnellen Wifi Zugang direkt am Meer, das Rauschen der Wellen und das Abendrot am Firnament inbegriffen.

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